Kleidung, Möbel und Hausrat spenden -
und so dein Veedel lebenswerter machen
Wer wir sindWofür wir stehenWo du uns findest

Willkommen beim Netzwerk 2. Hand Köln

Wir sind ein Zusammenschluss unterschiedlicher gemeinnütziger Träger in Köln. Gemeinsam sorgen wir dafür, dass gut erhaltene gebrauchte Dinge in der Stadt bleiben und weiter genutzt werden. Was in Köln gespendet wird, findet hier neue Besitzer:innen, ohne weite Transportwege. So schonen wir Ressourcen, schaffen Arbeit vor Ort und stärken das Leben in den Veedeln.

Wie sich der Markt in den letzten Jahren entwickelt hat

Der Onlinehandel wächst weiter, wenn auch langsamer als in früheren Jahren. 2025 wurden in Deutschland rund 4,4 Milliarden Kurier-, Express- und Paketsendungen zugestellt. Ein wachsender Teil der Bestellungen kommt direkt aus Asien: Allein Temu und Shein schickten 2025 nach Angaben des Handelsverbands täglich rund 460.000 Pakete nach Deutschland.

Gleichzeitig kaufen immer mehr Menschen bewusst gebraucht. Das ist eine gute Entwicklung, denn jedes gebrauchte Produkt ersetzt eines, das nicht neu hergestellt werden muss. Wer gebraucht und vor Ort kauft, spart zusätzlich lange Transportwege. Und wer bei uns kauft oder spendet, unterstützt außerdem gemeinnützige Arbeit in Köln.

Wofür wir, das Netzwerk 2. Hand, stehen

Soziales Engagement

Viele unserer Träger schaffen Arbeit und Qualifizierung für Menschen, deren Fähigkeiten auf dem ersten Arbeitsmarkt oft übersehen werden. Sie bieten Weiterbildungen an oder beschäftigen Menschen direkt bei sich. Jede Spende hilft, diese Arbeit fortzuführen.

Nachhaltigkeit

Wiederverwenden ist seit vielen Jahren der Kern unserer Arbeit. Gut erhaltene Dinge finden bei uns neue Besitzer:innen und bleiben länger in Gebrauch. Damit verbinden wir ökologische, soziale und wirtschaftliche Nachhaltigkeit, wie sie auch die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen beschreiben. Besonders nah sind wir an den Zielen für nachhaltigen Konsum, menschenwürdige Arbeit und weniger Ungleichheit.

Regionalität

Unsere Träger arbeiten in Köln, manche gezielt in einzelnen Veedeln. Was hier gespendet wird, findet hier neue Besitzer:innen. Die Arbeitsplätze und Hilfsangebote, die dabei entstehen, kommen den Menschen in der Nachbarschaft zugute. So bleibt der Nutzen in der Stadt, und mehr Menschen können selbstbestimmt am gesellschaftlichen Leben teilhaben.

Vielfalt

Im Netzwerk 2. Hand arbeiten sehr unterschiedliche Träger zusammen, mit eigenen Schwerpunkten, Arbeitsweisen und Geschichten. Diese Unterschiedlichkeit sehen wir als Stärke. Bei uns ist jede Person willkommen, unabhängig von Geschlecht, ethnischer und sozialer Herkunft, Nationalität, Religion und Weltanschauung, Behinderung, Alter, sexueller Orientierung und geschlechtlicher Identität.

Kontakt zum Netzwerk 2. Hand in deinem Veedel

Das Angebot der einzelnen, im Netzwerk 2. Hand aktiven Vereine unterscheidet sich: Einige, wie das Deutsche Rote Kreuz, konzentrieren sich auf das Thema Kleidung. Andere, beispielsweise die Diakonie Michaelshoven, haben auch kleinere Möbel und Hausrat im Programm. Und wieder andere, z.B. die Sozialistische Selbsthilfe Köln (SSM), decken das gesamte Spektrum ab.

Klick auf das jeweilige Logo, um alle Details anzuzeigen.

Gut zu wissen

Das Netzwerk 2. Hand ist ein Zusammenschluss eigenständiger gemeinnütziger Träger in Köln. Jeder Träger organisiert sich selbst und arbeitet mit eigenen Räumen, eigenem Personal und eigenen Abläufen. Deshalb gibt es keine einheitlichen Öffnungszeiten und keine gemeinsamen Regeln für die Annahme von Sachspenden und die Abgabe von Waren.

Viele unserer Second-Hand-Läden und Sozialkaufhäuser sind zugleich Orte der Qualifizierung. Hier sammeln Menschen Berufserfahrung und bereiten sich auf den ersten Arbeitsmarkt vor. Das ist ein zentraler Teil unserer Arbeit.

Bitte informiert euch vor einem Besuch oder einer Spende direkt beim jeweiligen Träger über Öffnungszeiten, Annahmebedingungen und Kontaktwege. Nicht jeder Träger ist durchgehend telefonisch erreichbar oder bietet eine Online-Abwicklung an.

Danke für euer Verständnis und eure Unterstützung ♥️

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Zuhause in Köln

Das wünschen sich auch deine Klamotten, Möbel und dein Geschirr

Wusstest du,

dass in Deutschland jedes Jahr rund eine Million Tonnen aussortierter Kleidung in Containern und bei Sammlungen abgegeben werden? Nur gut die Hälfte davon lässt sich noch als Second-Hand-Kleidung tragen. Gleichzeitig steckt die Altkleidersammlung in der Krise: Viele Container sind überfüllt, und manche Städte bauen sie ab.

Bei Möbeln und Hausrat sieht es ähnlich aus. Wir kaufen viel Neues, und Altes landet oft im Sperrmüll, obwohl es noch gut ist.

Du kannst dafür sorgen, dass deine gut erhaltene Kleidung, deine Möbel und dein Hausrat weiter genutzt werden. Bring sie zu einem unserer Träger in deiner Nähe und informiere dich vorher, was dort angenommen wird. So bleiben deine Sachen in Köln in Gebrauch, und du unterstützt die soziale Arbeit in deiner Nachbarschaft.

Deine Kleidung schützt dich vor Wind und Wetter, gibt dir ein Gefühl von Vertrauen und Sicherheit und unterstreicht deine Persönlichkeit. Irgendwann wird die Zeit kommen, dass sich eure Wege trennen. Dann kannst du euren Abschied mit Respekt gestalten und deine gut erhaltene Kleidung an jemanden weitergeben, der sich darüber freut.

Achte nur darauf, dass deine Kleidung wirklich tragbar ist, also keine Löcher, losen Nähte oder Flecken hat. Dann wird deine Klamotte schon bald das Herz eines Menschen in Köln erwärmen.
FASS DIR EIN HERZ – 

und lege deinen Pulli in gute Hände
GIB DIR NEN RUCK –
und spende deinen Hausrat
Was wäre dein Zuhause ohne all die Teller, Tassen, Löffel und Gläser? Ohne Mixer, Sauger, Föhn und Lampen? Dein Hausrat, all die Gebrauchsgüter und Elektrogeräte sorgen dafür, dass die Wohnung funktioniert. Mit ihnen kannst du kochen, essen und putzen, hast Licht, Musik – und gute Laune.

Wenn die Zeit reif ist für einen Wechsel, kannst du deinen Tellern ein neues Zuhause geben und sie spenden! Das gilt für kleinere Dinge wie Tassen oder Gläser und auch für große Geräte, sogenannte weiße Ware wie Waschmaschinen, solange sie gut funktionieren. Bitte nimm in jedem Fall vorab telefonisch oder per E-Mail Kontakt mit einem Träger in deiner Nähe auf, um die Details zu besprechen.
LEG LOS – 

und mach ein Zuhause gemütlich
Unsere Möbel sind echte Tausendsassa: Sie geben unserer Wohnung Charakter, sorgen für Gemütlichkeit und helfen uns dabei, Ordnung in unser Leben zu bringen. Wenn irgendwann der Moment da ist, dass deine Schränke oder dein Tisch nicht mehr recht in dein Leben passen, dann mach dir keinen Kopf: Es gibt Menschen hier in Köln, die sich freuen, dank deiner Möbel ein behagliches Zuhause zu haben.

Wenn deine Möbel in einem guten Zustand sind, spricht alles dafür, sie zu spenden. Wichtig ist nur, dass du vorab bei einem der Träger aus dem Netzwerk 2. Hand anrufst oder dein Vorhaben per E-Mail besprichst. So kann er sicherstellen, dass er Platz hat, um deine Möbel zu lagern und sie bald an Menschen in Köln weiterzugeben, die sich darüber freuen.

Noch Fragen? Schau in unser FAQ

Hier haben wir alles Wesentliche für dich zusammengefasst. Fehlt deiner Ansicht nach etwas, was wir nicht beantwortet haben? Dann schreib uns an info@netzwerkzweitehandkoeln.de.

KLEIDUNG ALLGEMEIN

Unsere abgelegte Kleidung ist ein wertvoller Rohstoff. Was der eine als unmodern, abgetragen oder nicht mehr passend entsorgt, trägt ein anderer dankbar auf. Aber auch über den karitativen Aspekt hinaus ist Kleidung, auch abgetragene, ein Rohstoff, der auf dem nationalen und internationalen Markt zu Geld gemacht werden kann. Ein Umstand, der in den vergangenen Jahren immer wieder in Zusammenhang mit illegalen Sammlungen und wild aufgestellten Kleidercontainern in den Fokus gelangt ist. In der Folge haben sich viele Städte und Kommunen gemeinsam mit wohltätig arbeitenden Organisationen an die Öffentlichkeit gewandt, um über diese für das Thema zu sensibilisieren und über den illegalen Praktiken dieser dubiosen Kleidersammler aufzuklären. Denn Kleidung, die illegal gesammelt und verkauft wird, fehlt den wohltätig arbeitenden Organisationen vor Ort: Sie kann nicht an Bedürftige in der Stadt weitergegeben werden, keine sozialen Projekte über den Verkauf finanzieren und dem Gemeinwohl insgesamt nicht zugute kommen.

Unser Bewusstsein für den Wert des Rohstoffs Altkleider hat viele gute Konsequenzen: Wir vermeiden es, Kleidung als Müll zu entsorgen. Wir können selbst entscheiden, wem der Wert unserer abgelegten Kleidung zugute kommen soll. Und wir werden insgesamt weniger leicht von illegalen Sammlern getäuscht.

Die Textilindustrie verbraucht eine hohe Zahl an Ressourcen: Für die Herstellung eines einzigen Baumwoll-T-Shirts sind bis zu 2000 Liter Wasser notwendig. In der Folge sinken die Grundwasserspiegel in den Produktionsländern und gefährden die lokale Trinkwasserversorgung. Hinzu kommt, dass die Textilindustrie nach wie vor umwelt- und gesundheitsschädliche Stoffe verwendet sowie für knapp 25 % der weltweit versprühten Pestizide und Insektizide verantwortlich ist. Zudem enthalten heute 60 Prozent aller neuen Kleidungsstücke Polyester – ein billig herzustellendes Material, das ganze 500 Jahre braucht, um zu verrotten.

Vor diesem Hintergrund ist es ein ernstes ökologisches Problem, dass die Fast-Fashion-Industrie den ohnehin schon hohen Kleidungskonsum mit billigsten Produkten und immer kürzer werdenden Kollektionswechseln weiter anfacht. Wie Zahlen der Zeitschrift Der Spiegel besagen, kauft jeder in Deutschland etwa 60 Kleidungsstücke im Jahr – von denen viele kaum getragen wieder entsorgt werden dürften. Und auch wenn die Branche für die Zukunft Nachhaltigkeit gelobt, scheint nur ein Umdenken seitens der Konsumenten hin zu mehr Wertschätzung von Kleidung eine wirkliche Lösung zu bieten:

Wie schon in der Ernährungsindustrie bilden sich auch in der Textilbranche von Verbrauchern und einzelnen Designern initiierte Bewegungen heraus, die „slow“ statt „fast“ propagieren. Angestrebt wird nicht der Verzicht, sondern ein bewusster, auf Wertschätzung basierender Konsum, in dem man z.B. die Kleidung länger trägt, sie pfleglich behandelt und schließlich einer ökologisch-sozialverantwortlichen Weiterverwendung übergibt.

Köln als viertgrößte Stadt Deutschlands zeigt ein vielfältiges Bild im Umgang mit gebrauchter Kleidung: Vom kleinen Second-Hand-Laden über Flohmärkte, Social Businesses wie Humana, gemeinnützige Vereine bis hin zur Stadt Köln selbst mit ihren Abfallwirtschaftsbetrieben – alle nur erdenklichen Akteure sind hier präsent und aktiv.

Vor diesem Hintergrund hat sich das Netzwerk 2. Hand gebildet:

Mit Fokus auf die Stadt Köln möchten die ihm angeschlossenen gemeinnützigen Vereine sicherstellen, dass gute gebrauchte Kleidung in der Stadt verbleibt und ihr Wert unmittelbar Kölner Bürgerinnen und Bürgern zugute kommt. Was nicht an bedürftige Menschen abgegeben wird, geht in den lokalen Verkauf und finanziert auf diese Weise gemeinnützige Arbeit vor Ort.

Grundsätzlich ist es immer gut, wenn gebrauchte Kleidung wertgeschätzt und weiterhin genutzt wird. Das erreicht man auch über den Verkauf oder Tausch über Second-Hand-Läden und Internetportale. Aus Käufersicht ist der Erwerb von Second-Hand-Waren vor allem aus ökologischen Gründen dem von Neuwaren vorzuziehen: Was nicht produziert wird, verbraucht keine Ressourcen und muss auch nicht irgendwann entsorgt werden. So packt man – ökologisch gesehen – das Ganze an der Wurzel.

Kurzum: Gegen den Verkauf oder Tausch von gebrauchter Kleidung ist nichts einzuwenden. Wer über den ökologischen Mehrwert hinaus auch sozialverantwortlich handeln möchte und kann, sollte seine Kleidung an karitative Einrichtungen geben – und zwar am besten vor Ort: Diese geben die Waren an Bedürftige weiter, finanzieren über den Verkauf soziale Projekte und stärken so den lokalen Standort.

Nicht nur aus ökologischen Gründen ist davon abzuraten, Kleidung in den Restmüll zu geben. Der Restmüll wird nicht weiter sortiert und verwertet, sondern muss im Ganzen entsorgt werden. Das kostet Geld und schadet letztlich auch der Umwelt. Vor allem aber würden in diesem Fall wertvolle Ressourcen, und als solche muss man gut erhaltene gebrauchte Kleidung betrachten, im sprichwörtlichen Sinne: verbrannt. Um die Zahl der Kleidung, die alljährlich über den Restmüll entsorgt wird zu verringern, hat die Stadt Köln mit den Abfallwirtschaftsbetrieben im Jahr 2013 begonnen, flächendeckend Altkleidercontainer aufzustellen.

Das Netzwerk 2. Hand empfiehlt:

  • Gut erhaltene Altkleider im Verwertungskreislauf belassen: z.B. spenden oder tauschen
  • Alles andere in die dafür vorgesehenen Kleidercontainer der AWB enstorgen

Egal welchen Weg man für die Entsorgung seiner gebrauchten Kleidung wählt, fest steht: Der Restmüll ist immer die schlechteste Wahl.

Wie in vielen andere Kommunen und Städten beteiligen sich sich auch die Kölner Abfallwirtschaftbetriebe inzwischen aktiv an der Verwertung von Altkleidern. Dazu haben sie flächendeckend Kleidercontainer aufgestellt. Zum einen wollen die Städte und ihre Entsorger damit vermeiden, dass Altkleider im Restmüll landen. Daher soll der Weg zum nächsten Container für die Bürgerinnen und Bürger möglichst nah und unkompliziert sein. Zum anderen gehen die Städte heute deutlich strikter gegen illegale Kleidersammler vor, die Bürgerinnen und Bürger bewusst täuschen, indem sie vorgeblich einem guten Zweck dienen, in Wahrheit aber sich selbst über den Abverkauf bereichern. Denn Altkleider sind ein begehrtes Wirtschaftsgut.

Auch die Abfallentsorger verkaufen die in den Containern gesammelte Ware gewinnbringend auf dem (in der Regel: internationalen) Markt. Auf diesem Wege, so ein oft genanntes Argument der Betriebe, könne man die Müllgebühren für die Haushalte der Stadt stabil halten. Auf Nachfrage hin, belaufen sich die monetären Vorteile für die einzelnen Haushalte jedoch allenfalls im Centbereich auf ein gesamtes Wirtschaftsjahr hin betrachtet.

Das Netzwerk 2. Hand empfiehlt:

  • Schlecht erhaltene Kleidungsstücke kann man über die Kleidercontainer der AWB entsorgen.
  • Gut erhaltene Waren sollte man besser spenden, damit sie ihren Wert vor Ort erfüllen können.

Wer sich bewusst ist, dass Kleidung ein wertvoller Rohstoff ist, wird automatisch seinen Umgang damit positiv beeinflussen. Bewusstsein lässt Wertschätzung entstehen – und damit fängt alles an.

Jeder Deutsche kauft im Durchschnitt rund 60 Kleidungsstücke im Jahr, vieles davon wird kaum getragen wieder entsorgt. Die so genannte Fast-Fasion-Industrie treibt diesen ungebremsten Konsum noch an, indem sie billigste Waren in monatlichen Kollektionswechseln auf den Markt wirft. Diesem Kreislauf lässt sich nur mit einem erweiterten Bewusstsein entgegentreten:

Wertschätzung von Kleidung hat zur Folge, dass man bewusster und weniger einkauft, Ressourcen und die Umwelt schont. Man entwickelt in der Regel schnell ein Interesse daran, unter welchen (Arbeits-)Bedingungen Produkte hergestellt werden und wie das eigene Kaufverhalten einen förderlichen Beitrag leisten kann. Zum Beispiel, indem man nur solche Produkte kauft, deren Herstellung sozialverträglich und umweltschonend sind. Ein paar Tipps zum Einstieg in das Thema hat die SWR-Sendung Kaffee oder Tee zusammengestellt.

Auch Trends wie der Minimalismus und Upcycling basieren auf Wertschätzung: Im Minimalismus entscheidet man sich ganz bewusst dafür, nur wenige Dinge zu besitzen. So hat jedes einzelne Teil automatisch einen größeren Wert – hier ist weniger tatsächlich mehr. Beim Upcycling geht es darum, Produkte nach ihrer Nutzung nicht zu entsorgen, sondern weiterhin in Gebrauch zu halten, indem man sie handwerklich bearbeitet und ihnen eine andere Funktion gibt. Aus der alten Jeans kann mit ein wenig kreativem Geschick leicht eine individuelle Tasche entstehen.

Möchte man sich schließlich doch von der Kleidung trennen, hilft der wertschätzende Umgang dabei, den jeweils richtigen Adressaten dafür zu bestimmen. So kann der Rohstoff Kleidung weiter genutzt werden und seinen Wert erhalten.

KLEIDUNG SPENDEN

Grundsätzlich ist es so, dass Tischwäsche, Handtücher und Bettzeug (keine Inlays wie Federbetten) in der Regel angenommen werden, wenn der Träger Kleidung insgesamt entgegennimmt. Das ist überall da gegeben, wo Sie dieses Zeichen  finden.

In der Regel nimmt der entsprechende Träger auch andere, gut erhaltene Gebrauchstextilien dankbar an. Sicherheitshalber sollte man aber noch einen Blick auf die detaillierten Beschreibungen der jeweiligen Trägerseite werfen.

Die Kleidung und die Schuhe, die Sie an das Netzwerk 2. Hand spenden, sollten immer sauber, fehlerfrei und ordentlich verpackt sein. Zusammengehörende Teile wie Schuhe, Socken, Anzüge und Kostüme bitte auch entsprechend verpacken bzw. zusammenschnüren.

Bitte achten Sie genau darauf, dass Sie nur gut erhaltene, brauchbare und trockene Kleidung und Schuhe spenden! Abgetragene, fleckige oder defekte Stücke sollten Sie in die von der Stadt vorgesehen Sammelstellen geben, zum Beispiel in die Container der AWB.

Zusammengefasst: Bitte nur gut erhaltene, saubere und fehlerfreie Kleidung, ordentlich verpackt (z.B. Schuhe paarweise) an das Netzwerk 2. Hand Köln spenden – alles andere, je nach Zustand in die AWB-Container.

Das Netzwerk 2. Hand hat zahlreiche Standorte im gesamten Kölner Stadtgebiet. Da sich die Angebote und Konditionen der einzelnen Trägervereine im Netzwerk unterscheiden, empfiehlt sich die Suche nach dem für Sie passenden, nächsten Kontakt über unsere Karte in Kombination mit der jeweiligen Trägerseite.

MÖBEL BZW. HAUSRAT SPENDEN

Viele der Träger im Netzwerk 2. Hand nehmen auch kleinere Möbel, funktionierende Weißgeräte (Waschmaschinen, Kühlschränke etc.) sowie Lampen und Dekorationsartikel an. Die Konditionen sind jedoch verschieden. Daher empfehlen wir Ihnen die Suche über unsere Karte bzw. die Profile der einzelnen Anbieter im Netzwerk 2. Hand. In der Regel ausgeschlossen sind Sonder-, Rest- und Sperrmüll. In Ausnahmefällen und nur bei vorheriger Absprache übernehmen einzelne Träger jedoch die Entsorgung dieser Stoffe gegen Gebühr.

Überall, wo Sie dieses Zeichen  sehen, können Sie Möbel spenden; dieses Zeichen  steht für Hausrat.

Das Netzwerk 2. Hand Köln verwendet gut erhaltene gebrauchte Möbel und Haushaltswaren, um diese an Bedürftige im jeweiligen Kölner Veedel weiterzugeben. Alternativ finanzieren sie über den Verkauf gemeinnützige Arbeit vor Ort. Das heißt, dass die Artikel, die an das Netzwerk 2. Hand gespendet werden, in einem entsprechend guten Zustand sein sollten.

Einige der Träger, beispielsweise die Sozialistische Selbsthilfe in Mühlheim (SSM), übernehmen auch Wohnungsauflösungen gegen Gebühr. Dabei bestimmt die Verwertbarkeit der Möbel für die soziale Arbeit der SSM die Höhe der Gebühr. Das heißt, in diesen Fällen nimmt das Netzwerk 2. Hand auch Waren in weniger gut erhaltenem Format entgegen sowie entsorgt gegen Aufpreis Sonder- und Restmüll.

Grundsätzlich benötigt das Netzwerk 2. Hand für seine gemeinnützige Arbeit gut erhaltene, funktionierende Möbel und Haushaltswaren. Werden jedoch Wohnungsauflösungen gebucht, nimmt der ausführende Träger nach Absprache auch weniger gut erhaltene Waren entgegen bzw. entsorgt gegen Gebühr Rest- und Sperrmüll.

Da Möbel und Haushaltsgeräte von den Trägern aufbereitet und gelagert werden müssen, sollten Sie Ihr Anliegen auf jeden Fall vorab telefonisch oder per Email mit dem jeweiligen Träger besprechen. Die Mitglieder im Netzwerk 2. Hand können in der Regel nur eine begrenzte Anzahl bestimmter Möbel- und Gerätearten vorrätig halten, da ihre Lagerkapazitäten begrenzt sind. Eine Terminvereinbarung für die Anlieferung von Möbel und Haushaltsgeräten ist daher immer ratsam!

Einige Träger holen Ihre Artikel auch ab. Selbstverständlich vereinbaren Sie auch in diesem Fall einen Termin. Bei Haushaltsauflösungen begutachten die Träger ohnehin vorab unverbindlich das Wohnungsinventar, auch um die Verwertbarkeit der entsprechenden Gegenstände zu taxieren und daraus einen Gesamtpreis abzuleiten.

Bei größeren Gegenständen wie Möbeln und Haushaltsgeräten sollte immer vorab ein kurzer Kontakt mit dem Träger in Ihrer Nähe erfolgen – um einen Termin zu vereinbaren, aber auch um zu prüfen, ob der Träger Ihre Möbel derzeit sinnvoll verwerten kann. Zudem holen einige Träger einzelne Artikel auch ab, bei Wohnungsauflösungen sowieso, und immer unter vorheriger Absprache.

DIE ARBEIT DES NETZWERKS 2. HAND

Die gespendete Kleidung wird von den Mitarbeitern der einzelnen Träger zunächst manuell nach Qualität sortiert und nicht brauchbare Ware entsorgt. Waren mittlerer Qualität werden in die Kleiderkammern gebracht, wo sie gegen eine geringe Schutzgebühr an bedürftige Menschen ausgegeben wird. Sehr gut erhaltene Artikel verkaufen die Träger in den Second-Hand-Shops vor Ort. Der erwirtschaftete Erlös fließt dabei unmittelbar in die gemeinnützige Arbeit zurück.

Das Netzwerk 2. Hand verwertet grundsätzlich alle Sachspenden, um sie an bedürftige Menschen weiterzugeben. Zu diesem Zweck werden die Kleidungs- und Möbelstücke – falls nötig – sorgsam aufbereitet und in den jeweiligen Ausgabestellen der Trägervereine ausgestellt. Sollten einzelne Sachspenden irreparable Schäden aufweisen, stellt das Netzwerk 2. Hand deren fachgerechte Entsorgung sicher. Im Fokus steht jedoch die Weitergabe verwertbarer Möbel und Kleidung an Menschen, die sie benötigen.

Oxfam und Humana finanzieren über ihre Second-Hand-Shops Entwicklungsarbeit und soziale Projekte in der Welt. Beide Organisationen sind seit langem aktiv und leisten gute Arbeit. Während die beiden Social Businesses Humana und Oxfam mit ihren Gewinnen aus den Second-Hand-Shops weltweite Entwicklungsprojekte und Nothilfe finanzieren, konzentriert sich das Netzwerk 2. Hand auf die Stadt Köln und ihre Veedel:

So wird sichergestellt, dass gute gebrauchte Kleidung und Möbel aus Köln in der Stadt verbleiben und hier bedürftigen Kölner Bürgerinnen und Bürgern zugute kommen. Willkommener Nebeneffekt ist, dass Transporte der Altkleider vermieden werden. Die Kleider- bzw. Möbelspende an das Netzwerk 2. Hand dient daher auch dem Umweltschutz.

Wer also seine Kleidung dem Netzwerk 2. Hand spendet, unterstützt damit Kölner Bürgerinnen und Bürger, finanziert in Köln soziale Projekte und verhindert LKW-Transporte zu Sammelstellen im In- und Ausland.

Das Netzwerk 2. Hand und die Menschen, die auf die gemeinnützige Arbeit der Träger angewiesen sind, unterstützen Sie sehr, wenn Sie Ihre gut erhaltene Kleidung, Möbel und Hausrat spenden – und in Ihrem weiteren Bekanntenkreis auf dieses Thema aufmerksam machen! Darüber hinaus freuen sich die einzelnen Träger immer über ehrenamtlich helfende Hände in ihren Kleiderkammern, Second-Hand-Shops und Möbellagern.

Das Netzwerk 2. Hand: Unsere Ziele

Was wir Träger bei der Gründung des Netzwerks im Blick hatten – und bis heute haben.

Im Netzwerk 2. Hand haben sich elf gemeinnützige Träger aus der Stadt Köln zu einem Qualitätsverbund zusammengeschlossen. Ziel ist es, gut erhaltene, gebrauchte Waren im Verwertungskreislauf der Stadt zu erhalten. Dazu zählen Altkleider, Möbel und Hausrat ebenso wie funktionstüchtige Weißgeräte.

Im Fokus hat der Verbund dabei in erster Linie gemeinnützige Ziele wie die Weitergabe brauchbarer Waren an Bedürftige oder die Finanzierung sozialer Projekte über den Verkauf gespendeter Second-Hand-Artikel. Aber auch ökologische Aspekte motivieren die Träger zur Zusammenarbeit: Denn bleibt die Ware in der Stadt, entfallen LKW-Transporte quer durch Europa. Und nicht zuletzt geht es um die Stadt Köln, ihre Veedel, ihre Menschen:

Wenn wir alle gebrauchte Waren als Wert erkennen, den wir weitergeben wollen, stärken wir das Gemeinschaftsgefühl, sorgen füreinander und machen die Stadt lebenswerter!

Das Netzwerk 2. Hand für Köln – lokal – sozial – ökologisch – verpflichtet sich

  • zur Reduzierung der Abfallgebühren

    für alle Einwohner.

  • zur Abfallvermeidung

    durch Reduzierung der Hausmüllmengen.

  • zur Verschönerung des Stadtbildes

    durch Reduzierung der illegalen Container.

  • dem Gemeinwohl.

    Alle Mitglieder verfolgen ausschließlich und unmittelbar steuerbegünstigte Zwecke im Sinne der §§ 51ff. der Abgabeordnung. Die Standorte liegen in Köln.

  • zur Sammlung und Abgabe

    von kostengünstiger Secondhandware an Kölner Bürgerinnen und Bürger.

  • zur nachhaltigen lokalen Verwertung und fachgerechter Entsorgung

    durch ökologische Wiederverwertung.

  • zum Erhalt und Schaffung von lokalen niederschwelligen Arbeitsplätzen

    für Menschen mit Schwierigkeiten bei der Aufnahme eines Arbeitsverhältnisses auf dem ersten Arbeitsmarkt (z.B. langzeitarbeitsloser Kölner/innen) und Heranführen dieser Zielgruppe an den Arbeitsmarkt.